Über Wolken, Training und Tee
In Großbritannien angekommen, kann ich nur sagen: ich warte immer noch auf den britischen Dauerregen. Bisher hatten wir nur zwei Tage Regen, und nasse Füße hatte ich trotz meiner nicht wirklich wasserdichten Schuhe noch gar nicht.
Wolken gab es dafür schon öfter,
und die konnte ich am 26. August sogar von oben betrachten. An diesem Tag bin
ich nämlich in Cardiff gelandet. Da es mein erster Flug war, war Fliegen selbst,
aber vor allem die Sicherheitskontrolle und der „Umstieg“ in Amsterdam ziemlich
aufregend für mich. Ich musste dann auch feststellen, dass ich anscheinend sehr
gefährlich aussehe. Zumindest waren die Leute bei der Sicherheitskontrolle in
Prag der Meinung, die meinen Rucksack durchsucht und auf Sprengstoff getestet
haben. Leider bin ich auch meine Haarschere losgeworden, die ich in meinem
Rucksack vergessen hatte und die ein bisschen zu groß fürs Handgepäck war. Jetzt
kann ich doch keinen Friseursalon aufmachen, falls mir das FSJ nicht gefällt...
Mist.
Aber davon abgesehen fand ich
Fliegen richtig, richtig toll. Ich glaube, jeder konnte sehen, dass ich das
erste Mal geflogen bin, weil ich gefühlt die ganze Zeit aus dem Fenster
gestarrt und wie ein Honigkuchenpferd gegrinst habe. Als wir in Prag gestartet
sind, ist gerade die Sonne über die Wolkendecke gekommen und hat sie aussehen
lassen golden strahlen lassen.
In Cardiff angekommen, habe ich zum Glück meinen Koffer wiedergetroffen und auch Hannah, die mich abgeholt hat, gleich gefunden. Mit dem Auto ging es dann nach Newbridge. Linksfahren ist echt komisch.
Nach einem Essen mit Hannah und
Gareth (den Pastoren der Kirche) und ihren beiden Töchtern, konnte ich meine
und Majes (meine Teamkollegin) erste Gastfamilie kennenlernen. Da meine jetzige
Gastfamilie im Urlaub war, waren wir für zuerst für vier Tage bei einem älteren
Ehepaar aus der Kirche. Es war richtig cool dort, die beiden sind einfach super
:)
Da der Montag hier frei war, waren
sehr viele Leute im Urlaub, aber wir konnten am Sonntag trotzdem schon einige Menschen
aus der Kirche in Newbridge kennenlernen und auch aus einer zweiten Kirche hier
in der Nähe, in der wir auch arbeiten. Die Leute hier sind wirklich super nett
(und höflich ;)).
Am Montag begann dann unser
Foundational Training, also unsere Vorbereitung für unser Jahr mit Pais
Großbritannien. Die erste Woche war über Zoom. Nachdem das WLAN dann
funktioniert hat, war das okay, aber auch ziemlich anstrengend, weil man eben
stundenlang auf den Bildschirm geschaut hat.
Letzte Woche, für die zweite Woche
FT, sind wir dann mit dem Zug nach Burnley in der Nähe von Manchester gefahren.
Es war echt cool, die anderen aus den Zoom-Meetings endlich persönlich
kennenzulernen. Oder zumindest die meisten, weil manche ihr Visum leider noch
nicht bekommen hatten oder sogar immer noch darauf warten. Bitte betet mit
dafür, dass sie so bald wie möglich eine Entscheidung bekommen und nach Großbritannien
kommen können!
Aber nicht nur die anderen kennenzulernen war richtig cool, sondern auch, was wir gelernt haben (auch schon in der ersten Woche auf Zoom). Das war zum Beispiel, wie man für unsere Generation spannende Veranstaltungen vorbereitet, wie man dafür sorgen kann, dass sich alle zur Gruppe zugehörig fühlen, wie man eine Predigt vorbereitet oder auch die „Kingdom principles“, also Prinzipien in Gottes Königreich.
Nach dieser anstrengenden, aber trotzdem
tollen Woche haben alle Pais-Teams in Großbritannien ihre Arbeit begonnen. Ihr
könnt sehr gern dafür beten, dass Gott uns die richtigen Worte für alle Kinder
und Jugendliche schenkt, die wir treffen, dass wir unsere Arbeit gut machen und
dass alle sich gut einleben.
Übrigens: Ich hätte es nicht gedacht, aber ich vermisse doch tatsächlich das deutsche Brot… Und Schwarzer Tee mit Milch ist ziemlich nice.
Bis zum nächsten Mal,
Deborah :)





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